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Transsibirien-Strasse konkurrenziert legendäre Eisenbahn
26. Oktober 2010

Mit der Fertigstellung des Strassenteilstücks „M58“ wird die Transsibirische Eisenbahn ihr Monopol der Anbindung des russischen Ostens an den Rest des Landes verlieren. Dafür kommt ein neuer Superlativ hinzu: Die Transsibirien-Strasse von Moskau bis zur Pazifikküste misst rund 10 000 Kilometer. Eine Anlage von Ammann liefert den Asphalt dazu.

 

Die Entscheidung, Russlands Pazifikregion auch an das Strassennetz des Kernlandes anzuschliessen, fiel bereits unter Leonid Breschnew im Jahr 1966. Der gut 2000 Kilometer lange Abschnitt M58 von Tschita nach Chabarowsk stellte die grösste Herausforderung dar. Jährliche Temperaturschwankungen von bis zu 100°C und der Bau von 200 Brücken in gänzlich unerschlossenem Gebiet lassen erahnen, wie hoch die Anforderungen waren. Obwohl im Jahr 2004 formell eingeweiht, klaffte auf der M58 noch eine grosse Lücke.

Bei Kilometer 6906 hält die Transsib im Bahnhof von Mogotscha, einer kleinen Stadt mit 12000 Einwohnern. Südlich davon, etwa 70 Kilometer entfernt, verläuft die M58. Millionen von Tonnen Asphalt wird die Baustelle in den nächsten zwei Jahren verschlingen. Asphalt, der auch von einer neuen Ammann JustBlack produziert wird, die im Sommer dieses Jahres montiert wurde.

Die Montagebedingungen waren selbst für die hartgesottenen und erfahrenen Ammann-Monteure und die Hilfsmannschaft aus etwas Besonderes: Kein fliessendes Wasser, kein Strom, kein Mobilfunkempfang. Trotz dieser widrigen Umstände gelang es, vier Wochen nach dem Eintreffen der ersten Anlagenteile, Mischgut zu produzieren. Bis zum Jahr 2011 werden die gut sieben Millionen Menschen im fernen Osten Russlands noch warten müssen. Dann werden sie ihr Heimatland auch auf Asphalt durchqueren können.