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Neue Strassen für die Fussball-EM
05. April 2012
Ammann Polen / Ukraine

Für manche ist Fussball alles. Genau genommen ist es mehr als ein Spiel zweier Teams von je elf ­Freunden mit einem Ball auf einer grünen Wiese mit zwei Toren. Das richtige Training und die richtige Technik zur richtigen Zeit gehören mindestens genauso dazu. Damit Fussball zu dem wird, von dem die Fans so begeistert sind, ist aber noch viel mehr notwendig. Das hat Ammann zu spüren bekommen – und es erfolgreich gemeistert.

 

Seit 1960 wird alle vier Jahre die Fussball - Europameisterschaft ausgetragen. In diesem Jahr ist es zum 14. Mal wieder so weit. Zum zweiten Mal – nach 1976 in Jugoslawien – findet das Spektakel im Osten Europas statt. Ebenfalls zum zweiten Mal sind zwei Länder Gastgeber der Europameisterschaft. Im Gegensatz zur EM 2008 in Österreich und der Schweiz wird die Endrunde in Polen und der Ukraine keine Veranstaltung der kurzen Wege – die Entfernung zwischen den Spielstätten beträgt bis zu 1600 Kilometer.

 

3000 km Strassen in der Ukraine ­ausgebaut

Die Investitionen in Verbindung mit der EM betrafen damit nicht nur die acht Stadien, sondern vor allem die Verkehrsinfrastruktur in erheblichem Masse. Flughäfen, Bahnlinien und nicht zuletzt Strassen mussten für das Ereignis fit gemacht werden. In der Ukraine verdreifachte die Regierung das zur Verfügung stehende Budget für den Stras­senbau. Auf fast 3000 km Länge wurden bestehende Strecken zu Autobahnen oder autobahnähnlichen Strassen ausgebaut. An oberster Stelle steht ein Autobahnabschnitt mit einer Länge von 600 km quer durch das Land von Westen nach Lubny in der Zentral­ukraine. Das polnische Autobahnverkehrsnetz war 2007 noch 2,5 Mal kleiner als das der Schweiz, obwohl Polen ein Transitland ist. Allerdings war das Ziel der polnischen Regierung, bis zum Jahr 2020 den Aufbau des Autobahnnetzes abschliessen zu wollen, zu ehrgeizig. Um auf die geplanten 2000 km Autobahnen zu kommen, hätte sich das Netz innerhalb von 15 Jahren vervierfachen müssen. Ähnlich ambitioniert waren die geplanten weiteren knapp 5300 km bei den autobahnähnlichen Schnellstrassen ( Expressways ), dem eigentlichen Rückgrat des polnischen Strassennetzes.

 

« Nur noch » 906 km neue Autobahnen

Im Fünfjahresplan ( 2008–2012 ) für den Strassenbau summierten sich die Investitionen auf 33 Mrd. Euro. Weil sowohl bei der Zeit als auch bei den notwendigen finanziellen Mitteln zu knapp kalkuliert wurde, wurden die anfänglichen Planungen Anfang 2011 zusammengestrichen : Bis Juni 2012 sollen demzufolge « nur noch » 906 km Autobahn und ausschliesslich die bereits begonnenen Abschnitte auf den Schnellstras­sen gebaut werden. Dabei wurde bereits eingeplant, dass einige Abschnitte auf den Autobahnen A1 ( Danzig–Łódź–Tschechische Grenze ), A2 ( Deutschland–Warschau–Weissrussland ) und A4 ( Deutschland–Wroclaw–Krakau–ukrainische Grenze ) erst nach der EM zu Ende gebracht werden. Gerade für die A4 ist dies ein Dilemma, sollten doch auf dieser Strecke die Fans die Ländergrenzen überschreiten.

 

200 Ammann Mischanlagen in Polen

Seit 1994 ist Ammann in Polen mit einer eigenen Niederlassung aktiv. In der Ukraine folgte dieser Schritt 2008. Seither hat sich die Firma Asbut als wichtigster und sehr erfolgreicher Partner von Ammann in der Ukraine etabliert. 70 % des Strassenbelags in Polen werden heute von Ammann Mischanlagen produziert. In Zahlen ausgedrückt, stehen knapp 200 Ammann Mischanlagen in Polen. Insgesamt arbeiten in Polen ca. 340 Mischanlagen, von denen 20 % älteren Datums sind und mit Leistungen bis 30 t/h aufwarten. Ammann ist somit in Polen im Bereich der Mischanlagen der absolute Marktführer. Allein im Zuge der Baumassnahmen zur Fussball - EM hat Ammann mehr als ein Dutzend grosse Anlagen mit Leistungen zwischen 240 und 300 t/h verkauft. Charakteristisch für sie ist, dass sie alle schnell umsetzbar sind. In der Ukraine sind es vier Anlagen, die man direkt mit der Europameisterschaft in Verbindung bringen kann. Drei stehen in Austragungsorten der Fussballmatches : zwei JustBlack 120 in Charkov sowie eine Uniglobe 200 in Kiew. Hinzu kommt eine Global 160, die nahe der polnischen Grenze in Lutsk ihren Dienst tut. Momentan ist Ammann in der Ukraine der stärkste Wettbewerber für den lokalen Mischanlagenhersteller, obwohl der Preisunterschied beträchtlich ist.

 

Baustellen voll mit Ammann Maschinen

Auch bei den Verdichtungsmaschinen aus dem Hause Ammann ist eine bemerkenswerte Entwicklung zu verzeichnen. So nimmt der Absatz in Polen von Jahr zu Jahr zu. Mehrere Tausend Ammann Maschinen kommen mittlerweile pro Jahr neu auf den Markt. Im Zuge der Vorbereitungen zur EM ist der Verkauf um rund ein Viertel angestiegen. Kein Wunder also, dass sie auf allen Baustellen, die mit der EM in Zusammenhang stehen, präsent sind. Vor allem die schweren Vibrationsplatten mit 3 - Wellen-Technik, aber auch die Verdichter in der mittleren Gewichtsklasse ( 200–300 kg ) und die neue Generation von Stampfern waren gefragt. Sehr spektakulär hat der Ausbau der Parkplätze auf dem Warschauer Flughafen ausgesehen. Vom kleinen Verdichter über die schweren Vibrationsplatten bis zu den Tandemwalzen haben hier ausschliesslich Ammann Maschinen gearbeitet.

 

Auf solche Bilder ist man bei Ammann stolz. Zeigen sie doch, dass mit der richtigen Mannschaft « auf dem Platz », einem hervorragenden Team im Background, dem richtigen Training und der passenden Technik auch schwierige Spiele gemeistert werden können.